Unsere Sponsoren:

  • TC RW Sliderbanner Vizemeister 2018
  • Kmaben D TC RW Banner
  • Hockeybanner - Knaben A stürm vor
  • TC Rot Weiss Tuttlingen - Manuel Ebinger Hockey Knaben A 2016
  • TC Rot Weiss Tuttlingen - 1 Herren Rückhand
  • TC Rot Weiss Tuttlingen - 1 Herren starker 1. Aufschlag
  • TC Rot Weiss Tuttlingen -Zuschauer feuern an
  • TC Rot Weiss Tuttlingen - 1.Damen

„Hockey lebt dich“

Tuttlinger Hockeyjugend trainiert mit Christian Arnold
Tuttlingen, den: 
14/07/2017

Ehemaliger Schweizer Hockey-Nationalspieler trifft Tuttlinger Sportjugend

Der in Schwenningen aufgewachsene Christian Arnold war von 1991 an zwölf Jahre festes Mitglied der Schweizer Hockey-Nationalmannschaft. Auf Einladung von Rot-Weiss Tuttlingen führte er den Tuttlinger Hockey-Nachwuchs durchs Training und stand danach den jungen Sportlern Rede und Antwort.

Wie bereits Anfang des Jahres das Schwenninger Eishockey-Idol Andreas Renz in dieser Reihe Einblicke in das Leben eines Profisportlers gab, war es nun ein echter Feldhockey-Spieler, der am Freitag rückblickend über die Faszination seiner Sportlerkarriere sprach. „Mit Andi Renz hatte ich früher in Schwenningen auf der Straße gespielt“, so Christian Arnold. „Er hat euch sicher auch erklärt, dass Fleiß immer Talent schlägt, aber talentierter Fleiß alles schlägt! Damit hat er recht.“ Arnold wurde 1993 in Lübeck geboren, im dortigen Tennis- und Hockeyclub „Phönix Lübeck“ tat er es seiner älteren Schwester gleich und begann mit dem Mannschaftsport. „Wohl weil unsere Eltern in Ruhe Tennis spielen wollten, ermutigten sie uns mit dem Mannschaftssport anzufangen. Mir hat das sofort viel Spaß gemacht.“ Als er zehn Jahre alt war, zog seine Familie nach Schwenningen. Zum Glück gab es da einen etablierten Hockeyverein. „Das wichtigste war, dass wir immer 22 bis 24 Spieler im Training waren. „Wir wurden über die Jahre zu einer echten Einheit.“ Als Achtzehnjähriger meldete sich Arnold, dessen Mutter Schweizerin ist, von sich aus beim eidgenössischen Hockeyverband und bot seine Dienste an. Dann ging es recht schnell. Erste Sichtungslehrgänge folgten. „Bis dahin habe ich immer als Stürmer gespielt. Nur waren wir zu viele davon auf der Ersatzbank. Der Trainer fragte, wer es sich zutraut in die Verteidigung zu gehen. Ich war der einzige, der sich meldete. Fortan spielte ich in meiner weiteren Karriere fest als linker Verteidiger.“ Linker Verteidiger wurde zu seiner Lieblingsposition, weil er dadurch vor allem beim offensiven Spielaufbau sich einbringen konnte. Christian Arnold würde sich nicht als besonders ehrgeizig bezeichnen: „Für mich war Training nie eine Last. Für mich konnte es eben nie genug Hockey geben.“ Es war für Arnold klar, dass er wöchentlich mehrere zusätzliche Trainingseinheiten neben dem normalen Training absolvieren musste, um das Leistungsniveau, das in der Nationalmannschaft gefordert wurde, halten zu können. Dazu gehörte Jogging inklusive sich mehrfach wiederholender Bergläufe. „Im Training gibt es nur ein Tempo – Vollgas! - … damit man sein eigenes Limit auslotet. Denn eine Erkenntnis habe ich in meiner aktiven Zeit gewonnen: Es gibt zwei Möglichkeiten als Sportler besser zu werden. Man hört auf den Trainer und man gibt Vollgas.“ Dies tat er vier Stunden täglich. „Mein Leben sah so aus, dass ich an den Werktagen nach dem Aufstehen sieben Kilometer laufen ging, dann etwas studierte an der Sporthochschule, mittags im Kraftraum Gewichte stemmte, dann wieder etwas studierte, um am Abend ins eigentliche Hockeytraining zu gehen.“ Hockey ist seine Passion. Der Sport führte ihn insgesamt in 13 Städte in Deutschland und der Schweiz als Spieler und später als Auswahltrainer. Überall hatte er sofort Anschluß. „Bei diesem Sport kann man überall auf der Welt gleichgesinnte Menschen treffen.“ Einzig ärgert ihn rückblickend heute, dass er das Vertragsangebot eines italienischen Proficlubs ausschlug. Dort hätte er bei den Heimspielen vor einer riesigen Zuschauerkulisse spielen können. „Tausende sind dort frenetische Hockeyfans, beinahe wie in Indien. Er und seine schweizer Nationalmannschaftskollegen verpassten 2001 wegen eines einzigen fehlenden Tores in Japan die Olympiaqualifikation für Sydney. Darüber schmunzelt er heute. Aber alle Zuhörer im Raum merken, wie sehr es ihn innerlich noch immer ärgert.

Autor: 
Sören Lauinger
  • Lucas Hammerl setzt zum Torschuss an
  • Christian Arnold erklärt TC RW Hockeyjugend eine Übung
  • Christian Arnold mit Tuttlinger Hockeyjugend